Malpighiales > Salicaceae > Salix reticulata

Netz-Weide

(Salix reticulata)

VII — VIII Home Blockhalden, feuchte Felsfluren
1 — 10 cm indigen LC
Salix reticulata
Synonym: Salix orbicularis. Chamaephyt, sa-alp(-sn). Die verholzten Triebe liegen oberirdisch flach am Boden ausgebreitet. Die Laubblätter sind rundlich bis elliptisch oder verkehrteiförmig. Die Spreite ist durch die eingesenkte Nervatur stark runzelig. Die Blätter sind zunächst seidenhaarig, später verkahlend (Lit). Die geschützte Art kommt nur im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer (außer Wien und Burgenland) vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Salix reticulata
 
 
Salix reticulata
Aufnahmen: 07.08.2013 beim Mittertörl

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"410. S. reticulata. L. (Netzaderige W.)
Sehr zierliches Sträuchlein, mit niedergestrecktem, knorrigem, dunkelrothbraunem, sehr ästigem Stamme, 3—6" langen Aesten und rasenförmigem, freudiggrünem Blattwerke. Blätter langgestielt, oval, rundlich, stumpf, abgerundet oder gestutzt, am Rande ganz oder etwas zurückgerollt, kahl oder in der ersten Jugend etwas seidigbehaart, 2färbig, oberseits freudiggrün, glänzend, runzelig, unterseits hechtgrau oder hellaschgrau und glanzlos, zierlich netzaderig, zuweilen etwas spinnwebig behaart, lederig, bis 9''' lang und 7''' breit. Nebenblätter klein, bald abfallend. Kätzchen endständig-gestielt, Stiel so lang oder auch etwas länger als das Kätzchen, Kätzchenschuppen einfärbig, nebst Kätzchenschuppen purpurröthlich. Männliche Kätzchen länglich, walzlich, dünn, Staubfäden 2, getrennt, Staubkölbchen purpurröthlich. Weibliche Kätzchen wie die männlichen 4 — 8''' lang, 2 — 2''' breit, silberiggrau, Fruchtknoten eikegelförmig, filzig, sitzend, Honigdrüse über die Basis des Fruchtknotens emporreichend; Griffel kurz, nebst den abstehenden Narben purpurröthlich.
Juni — Juli


Auf Felsen der höheren Kalkalpen, auf dem grossen Priel, am Pyrgas, am Lahnafelde, am Warschenegg. Am Dachsteingebirge (Kerner), 6000 bis 8000' Höhe.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 350), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 09.10.2026

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